12. Cefalù, die Stadt am gleichnamigen Rocca
Die Fahrt von Palermo führt ostwärts entlang der Küste. Wir erreichen das reservierte Hotel Al Pescatore am Fusse des 270 m hohen Rocca de Cefalù. Von dort aus sind es zu Fuss noch etwa 20 Minuten bis in die Altstadt von Cefalù. Schon fast selbstverständlich passiert man dabei Baustellen, an welchen wohl nicht nur sonntags die Maschinen ruhen. Der Name des Ortes stammt vom griechischen Wort Kephalos, was Haupt bedeutet und eben diesen kopfförmigen Felsen meint. Die Küste ist vorerst steinig und weist skulpturförmige Gebilde auf. Oberhalb des weissen Bootshafens führt die Autostrasse in eine Sackgasse, denn die Altstadt ist verkehrsfrei.
Nach Taormina gilt Cephalù als zweitgrösstes
Tourismuszentrum Siziliens. Bereits in der jetzigen Vorsaison sind die
Strassenrestaurants gut besetzt. In den Gassen pulsiert das Leben. Am ausgedehnten
Sandstrand warten Liegestühle auf Mieter. Die Badenden haben die Sandflächen
vor der «neuen» Stadt bereits voll in Beschlag genommen und grillieren ihre
weissen Körper in der intensiven Sonnenstrahlung.
Auf dem Domplatz geht es gesellig zu. Der Dom wurde ab 1131 von Roger II erbaut. Der romanische Prachtbau überragt die ganze Altstadt. Einmal mehr singen Jugendliche in Begleitung von Kapuzinern ihre Lobgesänge auf Christus. Wie in Trance wird dazu geschaukelt und dermassen verklärt mitgemacht, dass man sich an einem Popkonzert der Sechzigerjahre wähnt. Massensuggestion funktioniert offenbar mannigfaltig. Wie so oft, hat man nach mehreren Stunden auch von dieser Stadt so viel gesehen, dass man die erholenden Matratzen im Hotelzimmer für ebenso sehenswert hält.
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