3. Syrakus, die Weltstadt der Antike
Am Flughafen von Catania fassen wir als Mietwagen einen kleinen Nissan Micra. Der Verkehrt ist sehr gewöhnungsbedürftig. Rechts und links schiessen Motorräder und Autos aus allen Schlupfwinkeln. Die Küstenlandschaft in der südöstlichen Region von Augusta gilt als eine der schrecklichsten von ganz Italien. Riesige Industriekomplexe lassen ihr giftige Brühe ins Meer, sodass baden hier ein Risiko ist. Nach knapp 70 km erreichen wir Syrakus, die Welthauptstadt der Antike. Im Jahr 733 v. Chr. wurde die Stadt von Griechen aus Korinth gegründet. Kurz darauf wurde Syrakus die wichtigste Stadt Siziliens und sogar eine Weltmetropole. Hier lebten Philosophen und Tragödiendichter. Der berühmteste Sohn der Stadt war Archimedes. Antike Autoren nennen eine damalige Einwohnerzahl von rund 1,5 Millionen. Im Kampf um die Vorherrschaft rang man gegen Karthago und Athen und gewann sogar die Oberhand bis die Römer ihren Tribut forderten.
Die Innenstadt der Insel Ortigia (= Insel der Wachteln)
ist fast verkehrsfrei. Wir erhalten via Unterkunft eine Fahrerlaubnis, um das
Maison Ortigia zu erreichen. Die Gassen sind sehr eng, wir können uns nur dank
Google-Maps via Handy orientieren. Nach der Ankunft wird das Fahrzeug von einen
Servicemann abgeholt und für 2 Tage eingestellt. Danach schlendern wir durch
die Gassen, besuchen die Bastione San Giovannello und den zerfallenen Tempel
des Apollo. Auch dem Lockruf von Beizli und Restaurants können wir nicht
widerstehen. Am Abend taucht Syrakus in ein Lichtermeer von Schaufenstern,
Strassenlaternen und Scheinwerfern.



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